Deutlicher Auftragsrückgang: WISI Communications GmbH & Co. KG leitet Sanierung in Eigenverwaltung ein.

Niefern-Öschelbronn, 15. April 2024 – Das Amtsgericht Pforzheim hat mit heutigem Datum dem Antrag des Unternehmens auf Einleitung eines Verfahrens zur Sanierung in Eigenverwaltung stattgegeben.

– Der Geschäftsbetrieb läuft während des Sanierungsprozesses vollumfänglich weiter

– Die Gehälter der Beschäftigten sind durch staatliches Insolvenzgeld gesichert

– Die WISI Communications bleibt auch weiterhin ein verlässlicher Partner für die Kunden und Lieferanten

– Die anderen Gesellschaften der WISI Gruppe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht betroffen

Der Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung war vor allem aufgrund des aktuellen drastischen Einbruchs des Auftragseingangs, insbesondere im Bereich Netzausrüstung für Breitbandnetze unumgänglich. In den Jahren zuvor hatten schon mangelnde Verfügbarkeit und massiv gestiegene Kosten für elektronische Bauteile und der Wegfall des Geschäfts mit Russland, der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern die Substanz belastet.

Die Eigenverwaltung ist ein gerichtliches Sanierungsverfahren, in dessen Rahmen bei laufendem Geschäftsbetrieb zügig die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen erarbeitet werden sollen, um im Ergebnis eine langfristige Perspektive für das Unternehmen und alle Beteiligten zu schaffen. Ein Eigenverwaltungsverfahren wird nur dann genehmigt, wenn das Unternehmen die Chance auf eine nachhaltige Sanierung besitzt. Das Amtsgericht Pforzheim gab dem Antrag statt und bestellte Rechtsanwalt Marc-Philippe Hornung von der Kanzlei Schilling, Zutt & Anschütz zum vorläufigen Sachwalter.

Die Geschäftsführung bleibt bei einer Sanierung in Eigenverwaltung voll handlungsfähig, um die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen gemeinsam mit den erfahrenen Restrukturierungsexperten der Kanzlei LUTHER (Gunnar Müller-Henneberg, Salvatore Calcagno und Hannah-Laura Schütte) umsetzen zu können. Hierbei steht die stabile Fortführung des Geschäftsbetriebs im Vordergrund.

Die rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in einer Mitarbeiterversammlung am Standort Niefern-Öschelbronn über die Einleitung des Verfahrens und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter sind für die nächsten Monate durch das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur gesichert. Die Geschäftsführung der WISI Communications bedauert die Notwendigkeit der Maßnahmen. Es ist das Ziel des Sanierungsverfahrens, die Interessen aller Beteiligten so umfassend wie möglich zu berücksichtigen.

Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass das Unternehmen langfristig fortgeführt werden kann. Der geschäftsführende Gesellschafter Axel Sihn betont: „Die WISI Communications wird auch in Zukunft ein Garant für Qualität, innovative Lösungen und erstklassigen Service sein – wir bleiben ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden und Lieferanten“.

WISI Communications: 

WISI beschäftigt weltweit 460 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Schweden, Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, China, den U.S.A. und Kanada. Davon 260 Mitarbeiter am Standort in Deutschland. Darüber hinaus arbeitet WISI mit mehr als 100 Partnern in allen wichtigen internationalen Märkten zusammen.

Vor fast 100 Jahren begann der erfolgreiche Weg des Hightech-Unternehmens als einer der weltweiten Pioniere in der Hochfrequenz- und Breitbandtechnologie. Moderne Breitbandnetze müssen intelligente, leistungsstarke und skalierbare Transportlösungen sein. Das ist unser Geschäft. Als Innovator und Technologieintegrator für die Schlüsselbereiche der Kommunikation sind wir der Innovation verpflichtet, jetzt und in Zukunft. Für weitere Informationen über WISI Communications besuchen Sie wisigroup.com

Pressekontakt:

WISI Communications GmbH & Co. KG

Sandra Eckert

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